Staplerschein und Berechtigungen zuerst
Für viele Lagerstellen ist der Staplerschein die erste Hürde. Nennen Sie ihn deshalb gut sichtbar, im Kurzprofil oder in einem eigenen Abschnitt, und schreiben Sie, welche Geräte Sie wirklich fahren:
- Fahrausweis für Flurförderzeuge: die Ausbildung nach dem DGUV Grundsatz 308-001 mit Jahr. Der Arbeitgeber beauftragt Sie trotzdem schriftlich, aber er sieht sofort, dass die Ausbildung vorhanden ist.
- Gerätetypen: Frontstapler (Diesel, Gas, Elektro), Schubmaststapler, Hochregal- oder Kommissionierstapler, Seitenstapler, Elektro-Deichselstapler, Hubwagen.
- Weitere Berechtigungen: Kran- oder Hubarbeitsbühnen-Schein, Unterweisungen im Gefahrgut, Ladungssicherung, Führerschein Klasse B oder C.
Schreiben Sie dazu, wie lange und in welchen Höhen Sie gefahren sind. Schubmaststapler, Einlagerung bis 11 m, unfallfrei seit vier Jahren sagt mehr als eine reine Liste.
So schreiben Sie das Kurzprofil
Drei bis vier Sätze reichen: Ihr Abschluss oder Ihre Jahre Erfahrung im Lager, die Art des Lagers (Kontraktlogistik, Handel, Produktion, Lebensmittel, Tiefkühl, Online-Versand), die Bereiche, die Sie beherrschen, und Ihre Geräte. Schließen Sie mit der Stelle und dem Schichtmodell, das Sie suchen.
Verzichten Sie auf körperlich belastbar und zuverlässig ohne Beleg. Zeigen Sie es mit Fakten: Kommissionierleistung, Fehlerquote, unfallfreie Jahre oder die Verantwortung für eine Schicht.
Was in die Berufserfahrung gehört
Beschreiben Sie bei jeder Stelle kurz das Lager: Branche, Größe in Quadratmetern oder Palettenstellplätzen, Schichtsystem und Ihr Bereich. Dann drei bis fünf Stichpunkte:
- Leistung: Positionen oder Picks pro Stunde, Lkw pro Tag, Paletten pro Schicht.
- Genauigkeit: Pickgenauigkeit, Inventurdifferenzen, Reklamationen.
- Systeme: Lagerverwaltungssystem oder ERP, Handscanner, Pick-by-Voice, Pick-by-Light.
- Sicherheit: unfallfreie Zeiten, Ladungssicherung, Unterweisungen, die Sie geben.
- Verantwortung: Einarbeitung, Schichtführung, Einteilung von Leiharbeitskräften, Abstimmung mit Disposition.
Viele Lager messen Leistung genau. Wenn Sie Ihre Werte kennen, nennen Sie sie – aber nur so, wie sie im Betrieb gemessen wurden, denn eine Position ist nicht überall gleich groß.
Ausbildung und Quereinstieg im Lager
Im Lager arbeiten Fachkräfte mit Ausbildung und viele Quereinsteiger nebeneinander. Nennen Sie, was Sie haben:
- Ausbildung: Fachlagerist/in (zwei Jahre) oder Fachkraft für Lagerlogistik (drei Jahre), mit Kammer und Jahr.
- Aufstieg: Geprüfte Logistikmeisterin, Fachwirt für Logistiksysteme oder ein Logistikstudium.
- Quereinstieg: Beschreiben Sie Tätigkeiten und Geräte genau. Mehrere Einsätze über Zeitarbeit können Sie unter dem Personaldienstleister zusammenfassen und die Kundenbetriebe nennen.
In Österreich nennen Sie die Lehrabschlussprüfung als Betriebslogistikkaufmann, in der Schweiz das EFZ als Logistiker oder Logistikerin.
Arbeitssicherheit und Qualität zeigen
Im Lager passieren Unfälle schnell, und Fehler kosten Kunden Geld. Arbeitgeber achten deshalb darauf, ob Sie Sicherheit und Genauigkeit ernst nehmen. Zeigen Sie das mit Fakten:
- Unfallfreie Zeit mit dem Stapler oder in Ihrem Bereich.
- Unterweisungen, die Sie erhalten oder selbst gegeben haben, etwa zu Staplerfahren, Regalinspektion oder Ladungssicherung.
- Funktionen wie Ersthelfer, Brandschutzhelfer oder Sicherheitsbeauftragter.
- Qualitätsergebnisse wie Pickgenauigkeit, Inventurdifferenzen oder weniger Transportschäden.
Ein Satz wie fünf Jahre Schubmaststapler ohne Schaden überzeugt eine Lagerleitung mehr als jede allgemeine Beschreibung Ihrer Zuverlässigkeit.
Länge, Form und Schichtbereitschaft
Eine Seite genügt für die meisten Lagerstellen, zwei Seiten für Schichtführer und Lagerleiter. Gliedern Sie tabellarisch, die neueste Stelle zuerst, mit einem eigenen Block für Staplerschein und Führerschein. Ein Foto ist freiwillig.
Schreiben Sie, welche Schichten für Sie möglich sind – Zwei-Schicht, Drei-Schicht, Nachtschicht, Wochenende – und wie Sie zur Arbeit kommen. Viele Lager liegen außerhalb der Stadt, und ein eigenes Auto oder eine gute Verbindung ist für Arbeitgeber ein echtes Argument.
Beispiele für das Kurzprofil: Lagerist / Fachkraft für Lagerlogistik
Berufserfahren
Geprüfter Logistikmeister mit 18 Jahren Erfahrung, davon sieben als Lagerleiter eines Distributionszentrums für Ersatzteile mit 25.000 m², 70 Mitarbeitenden und Drei-Schicht-Betrieb. Verantwortlich für Personaleinsatz, Kennzahlen, Arbeitssicherheit und die Einführung von Pick-by-Voice. Ich suche eine Position als Standort- oder Bereichsleiter Logistik.
Mit Erfahrung
Lagerist mit fünf Jahren Erfahrung im Tiefkühllager eines Lebensmittelgroßhändlers, sicher mit Elektro-Deichselstapler und Frontstapler sowie mit Handscanner und Pick-by-Voice. Durchschnittlich über 160 Kolli pro Stunde bei sehr niedriger Fehlerquote. Ich suche eine Stelle in Kommissionierung oder Wareneingang in Wechselschicht.
Berufseinstieg
Fachlagerist, Abschlussprüfung im Juli 2026 bestanden, Fahrausweis für Flurförderzeuge vorhanden. In der Ausbildung in Wareneingang, Kommissionierung und Versand eines Online-Händlers eingesetzt. Ich suche eine Vollzeitstelle im Lager, auch im Schichtbetrieb, und möchte das dritte Jahr zur Fachkraft für Lagerlogistik anschließen.
Beispiele für Erfolge im Lebenslauf: Lagerist / Fachkraft für Lagerlogistik
- Kommissionierte im Pick-by-Voice-Verfahren durchschnittlich 170 Kolli pro Stunde im Lebensmittellager bei einer Fehlerquote unter 0,2 %.
- Entlud und prüfte täglich bis zu 30 Lkw im Wareneingang und buchte die Ware im Lagerverwaltungssystem ein.
- Lagerte mit dem Schubmaststapler in Regalhöhen bis 12 m ein und arbeitete fünf Jahre ohne meldepflichtigen Unfall.
- Führte als Schichtführer 18 Mitarbeitende einschließlich Leiharbeitskräften und erreichte an Spitzentagen 100 % termingerechte Verladung.
- Senkte Inventurdifferenzen in meinem Lagerabschnitt durch feste Zählroutinen und Ursachenklärung in einem Jahr um rund die Hälfte.
- Sicherte Ladungen nach Vorgabe mit Antirutschmatten und Zurrgurten und prüfte die Verladung vor Abfahrt.
- Verpackte Retouren eines Online-Händlers, prüfte sie auf Vollständigkeit und Zustand und bearbeitete rund 250 Retouren pro Schicht.
- Wies 25 neue Mitarbeitende in Scanner, Lagerordnung und Arbeitssicherheit ein und war Ansprechpartner für Fragen in der Schicht.
- Arbeitete bei der Umstellung auf ein neues Lagerverwaltungssystem als Key-User und testete Buchungsabläufe vor dem Start.
Kenntnisse für Ihren Lebenslauf: Lagerist / Fachkraft für Lagerlogistik
Fachkenntnisse
- Gabelstapler (Front-, Schubmast-, Hochregalstapler)
- Elektro-Deichselstapler und Hubwagen
- Wareneingangsprüfung
- Einlagerung und Bestandsführung
- Kommissionierung (Pick-by-Scan, Pick-by-Voice)
- Lagerverwaltungssysteme und SAP
- Handscanner und MDE-Geräte
- Verpackung und Versand
- Ladungssicherung
- Inventur
- Retourenbearbeitung
Soziale Kompetenzen
- Sorgfalt bei hohem Tempo
- Zuverlässigkeit im Schichtdienst
- Sicherheitsbewusstsein
- Teamarbeit
- Einarbeitung neuer Kollegen
- Ruhige Führung in Spitzenzeiten