So schreiben Sie das Kurzprofil
Drei bis vier Sätze genügen: Ihre Ausbildung oder Ihr Weg in den Service, Ihre Jahre Erfahrung, die Art der Betriebe und Ihre heutige Rolle – Servicekraft, Commis de Rang, Chef de Rang, Oberkellner oder Restaurantleitung. Ergänzen Sie, was Sie im vollen Betrieb sicher übernehmen, etwa ein eigenes Revier, Weinservice, Bankett oder die Abrechnung. Schließen Sie mit der Stelle, die Sie suchen.
Formulierungen wie freundlich, flexibel und belastbar stehen in fast jeder Bewerbung für den Service. Zeigen Sie stattdessen, was das konkret bedeutet: wie viele Gäste Sie an einem Freitagabend betreuen, dass Sie Wochenend- und Feiertagsdienste gewohnt sind oder dass Sie Stammgäste in zwei Fremdsprachen beraten.
Ausbildung, Belehrung und Zusatzqualifikationen
In der Gastronomie arbeiten viele Quereinsteiger, und das ist kein Nachteil. Trotzdem gehören Ihre Abschlüsse und Nachweise klar in den Lebenslauf:
- Berufsausbildung: Restaurantfachmann/-frau oder die neue Bezeichnung Fachmann/Fachfrau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie, außerdem Fachkraft Gastronomie oder Hotelfachmann/-frau. Nennen Sie Kammer und Abschlussjahr.
- Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz: Wer mit offenen Lebensmitteln arbeitet, braucht die Erstbelehrung durch das Gesundheitsamt oder eine beauftragte Stelle. Ein kurzer Eintrag mit Jahr erspart dem Betrieb eine Nachfrage.
- Weiterbildungen: Sommelier-Kurse, Barista-Schulungen, Barmixer, Weinseminare oder ein Abschluss als Restaurantmeister.
- Quereinstieg: Wenn Sie ohne Ausbildung im Service arbeiten, nennen Sie Betriebsart und Dauer genau. Drei Jahre im Abendservice eines vollen Restaurants sind eine echte Qualifikation.
In Österreich nennen Sie die Lehrabschlussprüfung zum Restaurantfachmann, in der Schweiz das EFZ als Restaurationsfachfrau oder Restaurationsfachmann.
Was in die Berufserfahrung gehört
Beschreiben Sie zuerst den Betrieb in wenigen Worten: Art der Küche, Zahl der Plätze, Hotel oder eigenständiges Restaurant, Saisonbetrieb oder Ganzjahresbetrieb. Danach wählen Sie drei bis fünf Stichpunkte, die über Servieren von Speisen und Getränken hinausgehen:
- Volumen: Tische im Revier, Gäste pro Schicht, Größe von Veranstaltungen und Frühstücksbuffets.
- Umsatz: durchschnittlicher Bon, Weinverkauf, Ergebnisse von Verkaufsaktionen – sofern Sie die Zahlen aus der Kassenauswertung kennen.
- Kasse: Bonierung, Rechnungsstellung, Kassenabschluss, Umgang mit Kartenzahlung und Gutscheinen.
- Verantwortung: Schichtführung, Einteilung der Reviere, Einarbeitung von Aushilfen und Auszubildenden.
- Gästezufriedenheit: Bewertungen, die Ihr Team betreffen, gelöste Beschwerden, Stammgäste.
Saisonstellen in Ferienregionen, an der Küste oder in den Bergen zeigen, dass Sie unter hohem Druck arbeiten können. Fassen Sie mehrere kurze Saisons beim selben Betrieb in einem Eintrag zusammen.
Fähigkeiten, die im Service zählen
Fachliche Fähigkeiten sollten konkret sein. Statt Gastronomieerfahrung schreiben Sie, was Sie können: Plattenservice und Tranchieren am Tisch, Weinservice mit Dekantieren, Cocktails und Barista-Getränke, Kassensysteme mit mobilen Bestellgeräten, Allergenauskunft oder Bankettabläufe. Weinkenntnisse wirken stärker, wenn Sie Regionen oder Weingüter nennen, die Sie wirklich empfehlen.
Bei den persönlichen Fähigkeiten zählen im Service Tempo, Übersicht über mehrere Tische, freundliche Bestimmtheit bei Beschwerden und eine gute Abstimmung mit der Küche. Fremdsprachen sind in Hotels und Tourismusregionen ein klarer Vorteil – geben Sie ehrlich an, ob Sie nur bestellen lassen oder auch beraten können.
Länge, Form und Verfügbarkeit
Eine Seite reicht für die meisten Servicekräfte, zwei Seiten sind für Chef de Rang und Restaurantleitung in Ordnung. Gliedern Sie tabellarisch, die neueste Stelle zuerst. Ein Foto ist in Deutschland verbreitet, aber freiwillig; in der Gastronomie wird es oft gern gesehen, wenn es gepflegt und aktuell ist.
Nennen Sie Ihre Verfügbarkeit: ab wann Sie anfangen können, ob Sie Vollzeit, Teilzeit, als Minijob oder in der Saison arbeiten möchten und ob Abende, Wochenenden und Feiertage für Sie möglich sind. Viele Betriebe stellen kurzfristig ein, und diese Angaben entscheiden oft darüber, wer zum Probearbeiten eingeladen wird.
Beispiele für das Kurzprofil: Kellnerin / Kellner (Servicekraft)
Berufserfahren
Restaurantmeister mit 15 Jahren Erfahrung in der gehobenen Hotellerie, davon sechs als Restaurantleiter eines Gourmetrestaurants mit 50 Plätzen und Bankettbereich. Verantwortlich für ein Serviceteam von 14 Personen, Dienstplanung, Weinkarte und Getränkeeinkauf. Geprüfter Sommelier (IHK). Ich suche eine Position als Restaurant- oder F&B-Leiter in einem Hotel mit gehobenem Anspruch.
Mit Erfahrung
Servicekraft mit vier Jahren Erfahrung im à-la-carte-Restaurant und im Biergarten eines Brauereigasthofs mit 250 Plätzen. Sicher im Revier mit bis zu 60 Gästen pro Schicht, im Umgang mit mobilen Bestellgeräten und beim Kassenabschluss. Ich suche eine Vollzeitstelle im Service mit Perspektive als Schichtleitung.
Berufseinstieg
Schülerin mit einem Jahr Erfahrung als Aushilfe im Service eines Cafés und bei Hochzeiten eines Cateringunternehmens. Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz vorhanden, sicher im Tragen von drei Tellern und im Abkassieren. Ich suche ab August einen Ausbildungsplatz als Fachfrau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie.
Beispiele für Erfolge im Lebenslauf: Kellnerin / Kellner (Servicekraft)
- Betreute im Abendservice ein Revier mit 14 Tischen und bis zu 70 Gästen pro Schicht in einem Restaurant mit 160 Plätzen.
- Steigerte den Weinumsatz in meinem Revier durch aktive Empfehlungen zu den Tagesgerichten laut Kassenauswertung um 18 % innerhalb einer Saison.
- Servierte bei Banketten und Hochzeiten mit bis zu 220 Gästen und setzte mehrgängige Menüs im Takt mit der Küche ein.
- Führte täglich den Kassenabschluss für drei Servicekräfte durch; über zwölf Monate keine ungeklärten Kassendifferenzen.
- Arbeitete fünf Sommersaisons in einem Strandrestaurant an der Ostsee mit bis zu 400 Gästen am Tag und kehrte jedes Jahr auf Wunsch des Betriebs zurück.
- Leitete im Frühstücksservice ein Team aus vier Mitarbeitenden für bis zu 180 Hotelgäste und sorgte für das rechtzeitige Nachfüllen des Buffets.
- Beriet Gäste auf Deutsch, Englisch und Italienisch zu Speisen, Weinen und Allergenen und gab Sonderwünsche eindeutig an die Küche weiter.
- Schulte neue Aushilfen am mobilen Bestellsystem; Fehlbonierungen im Team sanken nach der Einführung eines Kurzleitfadens deutlich.
- Übernahm an Wochenenden die Schichtleitung im Service, teilte Reviere ein und koordinierte Reservierungen mit dem Empfang.
Kenntnisse für Ihren Lebenslauf: Kellnerin / Kellner (Servicekraft)
Fachkenntnisse
- À-la-carte-Service
- Bankett- und Veranstaltungsservice
- Weinservice und Dekantieren
- Bar und Cocktails
- Barista-Getränke
- Mobile Bestellgeräte und Kassensysteme
- Kassenabschluss und Rechnungsstellung
- Allergenauskunft
- Mise en place und Eindecken
- Reservierungssysteme
- Frühstücks- und Buffetservice
Soziale Kompetenzen
- Übersicht über mehrere Tische
- Freundlicher Umgang mit Beschwerden
- Verkaufsgeschick
- Teamarbeit mit der Küche
- Belastbarkeit im Stoßgeschäft
- Anleitung von Aushilfen und Auszubildenden
- Gepflegtes Auftreten